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Nachträge bei Pauschalverträgen im Baubereich

Praxiswissen gemäß Werkvertragsrecht, neuem Bauvertragsrecht und VOB/B

Fortgeschrittene Spezialthema Zertifikat nach Teilnahme

Beschreibung

Die Frage, ob ein Nachtrag berechtigt ist oder nicht, bereitet beim Pauschalvertrag im Baubereich sowohl dem Auftraggeber als auch dem Auftragnehmer immer wieder Schwierigkeiten. Bereits die Frage, ob oder in welchem Umfang geänderte oder zusätzliche Leistungen zu einem Nachtrag berechtigen, führt zu Diskussionen. Selbst wenn die Bauvertragsparteien übereinstimmend von einem Nachtrag ausgehen, wird als nächstes über die berechtigte Höhe des Mehrvergütungsanspruchs diskutiert. Es reicht aber nicht, einen Nachtrag zu erkennen und zu bewerten.

 

Das Online-Seminar klärt über die Notwendigkeit einer Nachtragsvereinbarung und die damit verbundenen Fallstricke auf und vermittelt, warum eine klare Trennung der vertraglich versprochenen Leistung von der hierfür vereinbarten Vergütung unabdingbar ist. Die Teilnehmenden erfahren, welche gesetzlich relevanten Vorschriften im Werkvertragsrecht, im neuen Bauvertragsrecht und insbesondere der VOB/B bei der Bewertung von Nachträgen im Pauschalpreisvertrag relevant sind und ob bzw. inwieweit diese vertraglich abgeändert werden können.

 

Anhand wichtiger, beispielhafter Urteile des BGH sowie einiger Oberlandesgerichte werden die Anforderungen an die Ermittlung des geschuldeten Leistungsumfangs ebenso praxisnah erläutert wie die Bedeutung und Auswirkungen der Vereinbarung eines Globalpauschalvertrages bzw. eines Detailpauschalvertrages. Denn ohne Wissen um die Anforderungen der Rechtsprechung wird die Prüfung, ob ein Nachtrag erfolgreich geltend gemacht werden kann, in der Regel erfolglos sein.

Inhalte

  1. Grundsätzliches zum Pauschalpreisvertrag

 

    1. Bedeutung der Unterscheidung der Leistung von der Vergütung

 

  1. Detailpauschalvertrag oder Globalpauschalvertrag

 

    1. Bedeutung der Massenermittlung vor Abschluss des Vertrages

    2. Bedeutung der funktionalen Baubeschreibung

 

  1. Anspruchsgrundlagen für einen Nachtrag beim Pauschalpreisvertrag für geänderte oder zusätzliche Leistungen und bei reinen Massenänderungen

 

    1. Nach der VOB/B

    2. Nach dem Werkvertragsrecht §§ 631 BGB ff

    3. Nach dem Bauvertragsrecht §§ 650a BGB ff

 

  1. Klärung der vertraglichen Leistung (Bausoll)

 

    1. Erfassung aller Vertragsgrundlagen

    2. Bedeutung des Leistungsziels

    3. Massen- und das Auswahlrisiko

 

  1. Möglichkeit der Risikominimierung für den Auftragnehmer

 

  1. Inhalt einer sinnvollen Nachtragsvereinbarung

 

  1. Ausgesuchte Urteile zu Nachträgen beim Pauschalpreisvertrag

Systemvoraussetzungen:

 

  • Eine stabile Internetverbindung (kabelgebunden oder kabellos) von mind. 6 MBits

  • PC, Notebook, Tablet oder Smartphone (Betriebssystem: Windows, Mac oder Linux)

  • Browser: Google Chrome (empfohlen), Mozilla Firefox, Chromium Edge, Safari

  • Keine Software-Installation notwendig

  • Lautsprecher/Kopfhörer

  • Mikrofon & Webcam für Beteiligung

Termine (2)

16.03.2026 09:00 - 11:45 Uhr Buchungsnummer: 60901
Details und Ablauf

16.03.2026 09:00 - 11:45 Uhr Buchungsnummer: 60901
Details und Ablauf

24.09.2026 09:00 - 11:45 Uhr Buchungsnummer: 60902
Details und Ablauf

Fachreferent

Herr Rechtsanwalt Guido Sandmann

Sandmann, Guido_ANTRAGO
  • Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

  • mehrjährige Tätigkeit in der Rechtsabteilung der ehemaligen DYWIDAG in München und einem börsennotierten Bauträger

  • seit 2000 eigene Kanzlei mit Ausrichtung auf Bau-, Planer- und Immobilienrecht

  • Mitglied in der ARGE Baurecht beim Deutschen Anwaltsverein

  • seit 1989 Referent für Themen rund um das Bau- und Planerrecht

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